
Museumsquartier Wien
Im letzten Blogpost vor einem Monat habe ich das Museumsquartier noch als positives Beispiel für Freiräume in der Stadt hervorgehoben. Mittlerweile ist das leider ganz anders.
Seit letztem Wochenende gelten im MQ neue BenützerInnenregeln. So wurde das mitbringen und konsumieren von eigenen Getränken untersagt und in den Nachtstunden werden einige Eingänge gesperrt. Auch wurde mittlerweile berichtet, dass Securities sogar Menschen die auf den Stiegen oder Baumscheiben Platz genommen hatten wegverwiesen haben. Auch rassistisch und sexistisch motivierte Wegweisungen werden berichtet (Quelle: FM 4 Link, siehe unten). Alles in allem ein untragbarer Zustand!
Das MQ argumentiert mit Verschmutzung und Sicherheitsproblemen sowie AnrainerInnenbeschwerden.
Das MQ war bislang einer der wenigen Orten in der Stadt in dem es möglich war ohne Konsumzwang seine Freizeit zu verbringen. Diese Möglichkeit wurde auch in den letzten Jahren immer stärken angenommen und zeigt das es solche Plätze in der Stadt unbedingt braucht. Dies ist nun nicht mehr möglich, dass muss sich bald wieder ändern! Diese Stadt hat fast keine Freiräume und die bestehenden positiven Beispiele werden eingestellt. Diese Entwicklung darf nicht ohne Widerstand bleiben!
Nun hat sich schon sehr rasch auf Facebook eine Plattform gegen diese Änderungen gegründet die das Ziel verfolgt den Freiraum MQ wieder herzustellen. Die erst vorgestern gegründete Gruppe hat mittlerweile 6000 Mitglieder! (Stand: 8.Juni, 19h)
Dies ist ein erster Erfolg, möglichst viele sind dazu aufgerufen hier Druck zu machen und an den Protestaktionen teilzunehmen!
Hier findet sich der Link zur Facebook Gruppe „Freiheit im MQ“:
Auch die erste Protestaktion (Flashmob) am kommenden Samstag um 19h ist unterstützenswert!
FM 4 berichtet über rassitisch und sexistisches Vorgehen der Securities am ersten Wochenende:
http://fm4.orf.at/stories/1604098/
Hier auch die erste Reaktion des MQ in Form einer APA-OTS:
Ich finde diese Aktion sehr unterstützenswert und hoffe auf breite Unterstützung des Protests, auch von politischer Seite, und Verbreitung der Facebook Aktionen!

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